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1. Rhythmus
Sehr wichtig für das Rhythmusempfinden sind die Kniereiter, die wir natürlich in der Kita mit der großen Anzahl von Kindern nur im begrenzten Umfang machen können. Aber vielleicht erinnern Sie sich noch an den „alten“ Kniereiter: Hoppe, hoppe Reiter. Gemeinsam mit Ihrem Kind haben Sie bestimmt viel Spaß daran.
Probieren Sie auch mal ein fröhliches, müdes, wildes, usw. Pferdchen aus.
Oder laufen Sie einmal durch den Raum zu den Worten: Schritt – Traben - Galopp

Rhythmus lässt sich auch sehr gut mit einer Trommel „begreifen“. Auf einer selbst gebastelten Trommel macht es sicher am meisten Spaß: Dazu benötigen Sie einen Blumentopf, Durchmesser ca. 20 cm. Darauf wird mit Tapetenkleister Butterbrotpapier geklebt. Kleben Sie etwa 14 Schichten Papier, jeweils mit Kleister dazwischen und lassen sie dann gut trocknen (mehrere Tage).
Tipp: Wenn Sie das Fell bemalen möchten, machen Sie dies mit kräftigen Farben auf der vorletzten Schicht, damit die Trommel beim Benutzen nicht so färbt.


2. Melodie

2.1. Hoch – Tief

Nicht nur in einem Lied steckt Melodie, die kann sich genau so in einem gesprochen Text verbergen: Sprechen sie den Text der „Großen und kleinen Ente“, indem Sie für die große Ente tief sprechen und die linke Hand nehmen (auf dem Klavier sind die tiefen Töne links) und für die kleine Ente hoch sprechen und die rechte Hand nehmen.


2.2. Stimmbildung
Die beste Stimmbildung ist, Tierlaute nachahmen. Aber auch die Namen der Tier lassen sich mit Ausdrucksprechen: Bär, Katze Maus

2.3. Tonhöhe
Singen Sie mit Ihren Kinder relativ hoch. Die Stimmbänder Ihrer Kinder sind kürzer als Ihre eigenen, deshalb sind ihre Stimmen auch höher. Die gute Lage der Kinder liegt etwa zwischen d1 bis d2.
Singt eine männliche Bezugsperson mit den Kindern, so singen die Kinder automatisch eine Oktave höher. Das bedeutet aber auch für die Väter relativ hoch zu singen.


3. Hören
Hören Sie bewusst gemeinsam Musik oder Geräusche im Alltag z.B: Tierstimmen, Küchen- und Straßengeräusche, usw.
Wir werden in der Stunde Tierlaute hören und den entsprechenden Karten zuordnen

Mir gefällt sehr gut die Reihe Annette Betz Verlag. Hier werden auch andere klassische Werke in sehr guter Weise für Kinder (und ihre Eltern?) zugänglich.

Aber auch im Bärenreiterverlag, bei Deutsche Grammophon, Philips und Europa primo sind sehr ansprechende Bücher und CD erschienen.


4. Instrument erlernen

4.1. Fingerspiele
Um ein Instrument zu erlernen müssen sehr differenzierte Bewegungen der Hände und Finger ausgeführt werden. Es gibt Lieder, die die Beweglichkeit der gesamten Hand fördern, aber auch solche, bei denen die einzelnen Finger benannt und bewegt werden. Achten Sie bitte beim Bewegen der Finger darauf, dass diese sich bis ins letzte Glied krümmen (mit geraden Fingern kann ich kein Instrument lernen). Führen Sie Fingerspiel abwechselnd mit beiden Händen durch.

4.2. Hören von Klassischer Musik
Kinder, die früh genug mit sogenannter „Klassischer Musik“ konfrontiert werden, finden in der Regel auch einen positiven Zugang dazu. Die Musikstücke vergangener Zeiten werden beim Erlernen fast aller Instrumente musiziert. Es ist für den Instrumentalschüler also von Vorteil, diese Art der Musik schon kennen gelernt zu haben.
Wir bewegen uns frei zu der Musik und nehmen damit die Musik über den ganzen Körper auf. Dazu gehört: Lautstärke(änderung) über die Bewegung mitzuempfinden, den Ausdruck: fröhlich – traurig, ruhig – dramatisch, usw. in verschiedene Bewegungsarten umzusetzen.

4.3. Instrumentalunterricht
Weitere Techniken wie zum Beispiel die Blastechnik sollten von einem guten Instrumentallehrer auf einem guten Instrument vermittelt werden.
Als gute Zeitpunkte empfinde ich entweder die Vorschulzeit oder nach der Schuleingewöhnung etwa nach dem ersten Halbjahr der 1. Klasse.

Wie unterstütze mein Kind zu Hause?

Musik mit Kindern